Traurig aber wahr
VfL-Damen verlieren das Halbfinale im WBV-Pokal
Dass der Tanz auf mehreren Hochzeiten nicht unbedingt das Optimale ist, mussten unsere Damen am Donnerstag erfahren. In einem nicht unbedingt spielerisch hochwertigem, dafür aber kämpferischen Spiel verloren sie mit 43:51 und dürfen nun all ihre Aufmerksamkeit dem Unternehmen Aufstieg zuwenden.
Der Anfang erinnerte stark an das Viertelfinale gegen den ASC Dortmund bzw. den Doppelnamen (siehe hier, hier und hier). Die Damen spielten schnell und überlegt nach vorne, einzig die Abschlussschwäche sorgte dafür, dass sie sich nicht deutlicher absetzten, denn auch der Gegner traf nicht wirklich gut ? 9:6
Im zweiten Viertel ging es ähnlich weiter, allerdings trafen die Damen aus Hürth nun besser, aber von dem formalen Klassenunterschied war nichts zu sehen, es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, wenn die oben beschriebene Abschlussschwäche nicht gewesen wäre.Schade, dass viele einfache Punkte liegen gelassen wurden (der aufmerksame Beobachter erinnert sich noch an die 3-zu-1-Situation, die letztendlich in einem Konter der Gegnerinnen endete). Kurz vor der Halbzeit fand dann, quasi als Rache, noch ein Dreier aus Hürth seinen Weg ins ziel, der den Halbzeitstand etwas zu hoch wiedergibt ? 22:25
Von diesen drei Punkten wurden im Laufe des dritten Viertels nicht wirklich viele getilgt, im Gegenteil, es kamen noch weitere dazu. Die Trefferschwäche wurde eklatanter, was die gegnerische Defense natürlich weiter stärkte. Der foulbedingte Ausfall von Laura Barroso-Perez trug dann noch seinen Teil dazu bei. 31: 39
Im vierten Viertel wurde dann alles in die Waagschale geworfen, eine bedingungslose Offensive, die man sich auch in den Viertel davor gewünscht hatte, gepaart mit einer endlich ordentlichen Trefferquote, sorgte dafür, dass die Damen zeitweise wieder auf fünf Punkte herankamen. Dann allerdings wachten die Gegnerinnen, die teilweise wahrscheinlich schon Tagträume vom Finale hatten, auf, um ihre Träume wahr zu machen. Der einzige Ausweg unsererseits schien nach dem Motto ?Lieber foulen ohne Ende als ein Ende ohne Fouls? zu laufen, so bekamen die Hürtherinnen einen Freiwurf nach dem anderen, die sie zwar nicht alle verwandelten, aber unser Plan, dadurch wieder in Ballbesitz zu kommen und eigen Körbe zu erzielen, ging nicht auf, da die viel zitierte Trefferquote sich erneut dem Niveau der ersten drei Viertel anpasste.
Am Ende gewinnen die Gegner aus Hürth doch verdient das Halbfinale, da man aus den eigenen Chancen mehr machte als die Bochumerinnen.
P.S.: Die wahre Identität von Rick Fox ist so gut wie geklärt. Gerüchten zufolge soll er heute nicht mehr die 57, sondern die 4 tragen.